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Abwasserpumpwerke: Alarm, Pumpenstart und Bestätigung über 1,5 km

Eine drahtlose Anlage mit Verbindungsüberwachung zwischen Leitstelle und Pumpwerken, etwa 1,5 km durch Stadtbebauung: Füllstandsalarm aus dem Behälter, Einschaltbefehl für die Pumpe und Bestätigung, dass die Pumpe eingeschaltet wurde.

  • 1,5 kmdurch Stadtbebauung
  • 2Zustände je Objekt: Pegel und Pumpe
  • 0Signalkabel quer durch die Stadt
Abwasserpumpwerke: Alarm, Pumpenstart und Bestätigung über 1,5 km
Symbolbild

01 / Kontext der Investition

Welches Problem musste gelöst werden?

Die Gemeinde betreibt Abwasserpumpwerke im Stadtgebiet. Die zuständige Leitstelle liegt etwa 1,5 km von den Behältern entfernt, dazwischen steht Stadtbebauung.

Der Disponent muss wissen, wann das Abwasser im Behälter den zulässigen Pegel erreicht, und dann die Pumpe aus der Ferne einschalten können. Ein übervoller Behälter bedeutet austretendes Abwasser — Schaden für die Umgebung und Kosten für die Beseitigung.

Grundbedingung war eine drahtlose Anlage, die diese Entfernung überbrückt. Und das bloße Senden eines Befehls reicht nicht: Der Disponent muss vom Pumpwerk die Bestätigung erhalten, dass die Pumpe eingeschaltet wurde, und nicht nur wissen, dass ein Signal die Leitstelle verlassen hat.

Ziel des Investors: Den Abwasserpegel in den Behältern überwachen und die Pumpen aus der Ferne ein- und ausschalten — per Funk, über etwa 1,5 km durch Stadtbebauung.

Was wurde entworfen?

Im Behälter überwacht ein Schwimmerschalter den Abwasserpegel. Am Behälter arbeitet ein Sender mit Verbindungsüberwachung (NRP-102K): Kanal 1 überträgt den Alarm „Behälter voll“ vom Schwimmer, Kanal 2 die Bestätigung, dass die Pumpe eingeschaltet wurde. Der Sender schickt außerdem Signale zur Verbindungs- und Versorgungsüberwachung, sodass der Empfänger in der Leitstelle (RP10-2K) einen Verbindungsabbruch erkennt — auch fehlende Signale sind eine Information.

Nach dem Alarm „Behälter voll“ löst der Disponent den in der Leitstelle montierten Sender aus (NRP-102), der beim Anlegen der Versorgungsspannung seinen Befehl sendet. Den Befehl empfängt ein Empfänger mit erhöhter Empfindlichkeit an der Pumpe (OPC-K01), und sein Relais im Steuerkreis schaltet die Pumpe ein. Der Motor wird über ein Schütz mit den Schutzeinrichtungen der Pumpe versorgt, nicht über den Empfänger selbst.

Kanal 2 des Senders am Behälter bestätigt der Leitstelle das Einschalten der Pumpe. Der Disponent muss also nicht annehmen, dass der Befehl gewirkt hat — das Signal kommt aus dem Pumpwerk. Die Verbindung über etwa 1,5 km durch die Stadtbebauung ermöglichten Richtantennen; im heutigen Sortiment ist das die Yagi-Antenne AYK-437.

02 / Funktionsprinzip

Vom Signal zur Aktion.

Der Disponent erhält per Funk einen Füllstandsalarm aus dem Behälter, schaltet die Pumpe aus der Ferne ein und bekommt eine Bestätigung aus dem Pumpwerk.

Füllstandsalarm

  1. 01 / Signalquelle

    NRP-102K Sender am Tank

    Kanal 1 überträgt den Alarm „Behälter voll“ vom Schwimmer, Kanal 2 das Einschalten der Pumpe.

  2. 02 / Empfang

    RP10-2K Empfänger in der Leitstelle

    Empfängt beide Zustände und überwacht Verbindung und Senderversorgung.

  3. 03 / Benachrichtigung

    Disponent Leitstelle der Gemeinde

    Sieht den Alarm „Behälter voll“ und danach die Bestätigung des Einschaltens der Pumpe.

Der Disponent erfährt auch von einem Verbindungsabbruch. Der Sender schickt Signale zur Verbindungs- und Versorgungsüberwachung, sodass auch ein fehlendes Signal eine Information ist.

Pumpenstart

  1. 01 / Signalquelle

    NRP-102 Sender in der Leitstelle

    Der Disponent legt Spannung an, und der Sender schickt den Befehl.

  2. 02 / Empfang

    OPC-K01 Empfänger an der Pumpe

    Empfängt den Befehl, und sein Relais im Steuerkreis schaltet die Pumpe ein.

  3. 03 / Aktion

    Pumpe Im Pumpwerk

    Der Motor wird über ein Schütz mit Schutzeinrichtungen versorgt, nicht über den Empfänger.

Die Bestätigung kommt aus dem Pumpwerk. Der Disponent muss nicht annehmen, dass der Befehl gewirkt hat — Kanal 2 des Senders am Behälter meldet ihm das Einschalten der Pumpe.

Vereinfachtes Funktionsschema.

03 / Komponenten der Anlage

Im Projekt eingesetzte Geräte

Die in der Beschreibung genannten Geräte.

NRP-102K — Stationärer Sender mit Verbindungsüberwachung

NRP-102K

Sender mit Verbindungsüberwachung am Behälter, 12 V DC: Kanal 1 — Alarm „Behälter voll“ vom Schwimmer, Kanal 2 — Bestätigung des Einschaltens der Pumpe. Er sendet außerdem Signale zur Verbindungs- und Versorgungsüberwachung.

Anzahl: 1 je Pumpwerk

RP10-2K — Empfänger mit Verbindungsüberwachung, 2–10 Objekte

RP10-2K

Empfänger mit Verbindungsüberwachung in der Leitstelle: Von jedem Objekt empfängt er beide Zustände und überwacht Verbindung und Senderversorgung; einen Verbindungsabbruch meldet er wie einen Alarm.

Anzahl: 1

NRP-102 — Stationärer 1-Kanal-Sender

NRP-102

Sender des Disponenten in der Leitstelle: Er sendet den Einschaltbefehl für die Pumpe, sobald der Disponent die Versorgungsspannung anlegt.

Anzahl: 1 je Pumpwerk

AYK-437 — Richtantenne BNC 434 MHz 11,5 dBi

AYK-437

Yagi-Richtantenne 11,5 dBi — heutiges Gegenstück der Richtantennen, die die Reichweite durch die Stadtbebauung sicherstellten.

Anzahl: je nach Funkstrecke

Katalogwerte beschreiben ein Gerät unter bestimmten Bedingungen, meist im offenen Gelände, und sind keine garantierte Reichweite in jeder Anlage. Die Gerätezahlen in den Beispielen sind Richtwerte.

04 / Nutzen für den Investor

Was bringt diese Lösung?

Bestätigung aus dem Pumpwerk

Der Disponent belässt es nicht beim Senden des Befehls: Der zweite Kanal des Senders am Behälter meldet ihm, dass die Pumpe eingeschaltet wurde.

Stille täuscht keine Ruhe vor

Durch die Überwachung von Verbindung und Senderversorgung wird ein Verbindungsabbruch wie ein Alarm gemeldet, statt wie eine ruhige Lage auszusehen.

Kein Kabel quer durch die Stadt

Zwischen Leitstelle und Pumpwerken arbeitet eine eigene Funkstrecke der Gemeinde — ohne Kabel durch die Stadtbebauung und ohne Gebühren für die Übertragung.

05 / Vor der Umsetzung

Was ist bei einer ähnlichen Investition zu klären?

Vor der Geräteauswahl zählen die Bedingungen des Objekts und die Einbindung in die Zielanlage.

Zu prüfende Anforderungen

  • 12 V DC an jedem Behälter und in der Leitstelle, am besten mit Akkupuffer, damit die Strecke auch bei Netzausfall arbeitet.
  • Probe der Funkstrecke und Auswahl der Richtantennen — die Reichweite von 1000 m gilt im Freifeld, Stadtbebauung verkürzt sie.
  • Wie die Pumpe ausgeschaltet werden soll — durch die Steuerung nach dem Leeren des Behälters oder durch einen eigenen Befehl „Aus“ aus der Leitstelle, der einen eigenen Funkkanal braucht.
  • Woher die Einschaltbestätigung der Pumpe kommen soll — vom Schützkontakt, aus einer Stromüberwachung oder aus der Steuerung —, denn davon hängt ab, was sie genau bestätigt.
  • Bereitschaftsablauf bei Füllstandsalarm und bei Verbindungsverlust — wer reagiert und wie schnell.

Quelle: archivierte GORKE-Beschreibung der Umsetzung. Für eine neue Investition wählen wir aktuelle Modelle.

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