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BeispielkonfigurationLandwirtschaft

Lüftungsausfall im Geflügelstall sofort bekannt, auch nachts

Zwei unabhängige Meldewege für denselben Ausfall: Ein GSM-Sender schickt dem Inhaber eine SMS und ruft ihn an, und ein batteriebetriebener LX-Sender überträgt den Alarm in sein Wohnhaus, wo er einen Signalgeber auslöst.

  • 2überwachte Geflügelställe
  • 800 mvom Stall zum Wohnhaus
  • 2unabhängige Alarmwege
Lüftungsausfall im Geflügelstall sofort bekannt, auch nachts
Symbolbild

01 / Kontext der Investition

Welches Problem löst diese Konfiguration?

Der Betrieb hat zwei Geflügelställe mit mechanischer Lüftung, jeder mit eigenem Klimacomputer. Der Inhaber wohnt 800 m vom Stall entfernt. Nachts und an freien Tagen ist niemand vor Ort, Kontrollgänge gibt es einige Male am Tag.

Fällt bei Hitze die Lüftung oder der Strom aus, zählen Minuten: Bei hoher Besatzdichte steigt die Temperatur im Stall sehr schnell. Der Klimacomputer erkennt den Ausfall und schaltet seine Sirene ein, doch nachts ist am Stall niemand, der sie hört, und im 800 m entfernten Wohnhaus ist sie nicht zu hören.

Eine SMS allein reicht auch nicht: Das Telefon ist nachts oft stummgeschaltet, liegt in einem anderen Raum oder hat keinen Empfang. Der Alarm muss den Inhaber auf zwei Wegen erreichen, die voneinander unabhängig sind.

Ziel des Investors: Der Alarm des Klimacomputers erreicht den Inhaber sofort und auf zwei unabhängigen Wegen — auch wenn das Telefon stumm ist oder das Mobilfunknetz ausfällt.

Wie funktioniert diese Konfiguration?

Die Alarmkontakte der Klimacomputer beider Ställe werden in den Technikraum des Betriebs geführt. Dort arbeitet ein GSM-Sender im Gehäuse mit Netzteil (ATG-SG4set): Ein Alarm löst eine SMS und einen Anruf (CLIP) auf das Telefon des Inhabers aus. Ein Akku — separat zu beschaffen, da nicht im Set enthalten — hält den Sender in Betrieb, wenn im Stall der Strom ausfällt.

Der zweite Weg ist Funk. Dieselben Alarme liegen auf den zwei Eingängen eines batteriebetriebenen LX-Senders (NBX-102): Eingang 1 ist Stall 1, Eingang 2 ist Stall 2. Der Sender überträgt sie an einen LX-Empfänger im Wohnhaus des Inhabers (RSX-K02), der den Empfang bestätigt. Die Relais des Empfängers schalten einen optisch-akustischen Signalgeber mit Lautstärkeregler (SWR-108) ein, der vom Schlafzimmer aus hörbar ist.

Der LX-Sender ist batteriebetrieben und meldet den Alarm daher auch bei Stromausfall im Stall. Beide Wege melden unabhängig voneinander, was der Klimacomputer ausgibt: Der Signalgeber weckt die Bewohner, die SMS erreicht den Inhaber auch, wenn er nicht zu Hause ist.

02 / Funktionsprinzip

Vom Signal zur Aktion.

Der Alarm des Klimacomputers erreicht den Inhaber auf zwei unabhängigen Wegen: per SMS auf das Telefon und per Funk an einen Signalgeber im Haus.

SMS und Anruf

  1. 01 / Signalquelle

    Klimacomputer Alarmkontakt jedes Stalls

    Ein Lüftungs- oder Stromausfall öffnet den Alarmkontakt.

  2. 02 / Übertragung

    ATG-SG4set GSM-Sender auf dem Betrieb

    Setzt den Alarm in SMS und Anruf um; bei Stromausfall läuft er mit Akku.

  3. 03 / Benachrichtigung

    Telefon Inhaber des Betriebs SMS Anruf

    SMS und Anruf erreichen den Inhaber auch, wenn er nicht zu Hause ist.

Der Inhaber erfährt sofort von einem Ausfall, auch nachts. Ein Ausfall ist bekannt, sobald der Klimacomputer ihn erkennt, nicht erst beim nächsten Rundgang — und bei Hitze zählen Minuten.

Alarm per Funk ins Haus

  1. 01 / Signalquelle

    NBX-102 LX-Sender auf dem Betrieb

    Eingang 1 ist Stall 1, Eingang 2 ist Stall 2; er arbeitet mit Batterie.

  2. 02 / Empfang

    RSX-K02 LX-Empfänger im Haus, 800 m entfernt

    Sendet eine Bestätigung zurück und schaltet über seine Relais den Signalgeber ein.

  3. 03 / Benachrichtigung

    SWR-108 Signalgeber, vom Schlafzimmer aus hörbar

    Licht und Ton wecken auch bei stummem Telefon.

Der Alarm kommt an, auch wenn das Telefon schweigt. Der Funkweg hängt nicht vom Mobilfunknetz ab, und der batteriebetriebene Sender meldet den Alarm auch bei Stromausfall im Stall.

Vereinfachtes Funktionsschema.

03 / Komponenten der Anlage

Geräte in dieser Konfiguration

Beispielhafte Auswahl — die Anzahl der Geräte hängt vom Objekt ab.

Teil der Anlage

Akku für den ATG-SG4set

Hält den GSM-Sender bei Stromausfall im Stall in Betrieb. Nicht im Set enthalten — wird separat ausgewählt.

Anzahl: 1

NBX-102 — 2-Kanal-Sender, NC-Eingänge

NBX-102

Batteriebetriebener LX-Sender im Technikraum des Betriebs: Eingang 1 ist der Alarm von Stall 1, Eingang 2 der von Stall 2. Er überträgt den Alarm mit Empfangsbestätigung ins Haus, auch ohne Strom im Stall.

Anzahl: 1

RSX-K02 — 2-Kanal-Empfänger der LX-Serie

RSX-K02

LX-Empfänger im Wohnhaus des Inhabers: Seine zwei Relais entsprechen den zwei Ställen und schalten den Signalgeber ein. Er sendet dem Sender eine Empfangsbestätigung zurück.

Anzahl: 1

SWR-108 — Signalgeber mit Lautstärkeregelung

SWR-108

Optisch-akustischer Signalgeber im Haus, an einer vom Schlafzimmer aus hörbaren Stelle. Die Lautstärke wird mit einem Drehknopf am Gehäuse eingestellt.

Anzahl: 1

Teil der Anlage

Gepuffertes Netzteil 12 V DC mit Akku

Versorgt Empfänger und Signalgeber im Haus (12 V DC) und hält sie bei Stromausfall in Betrieb.

Anzahl: 1

AMD-G30 — GSM-Magnetfußantenne 300 mm 5 dBi

AMD-G30

GSM-Antenne 5 dBi mit Magnetfuß — falls die interne Antenne des Senders im Stallgebäude keinen sicheren Empfang hat.

Anzahl: optional

AMD-430 — Magnetfußantenne SMA 434 MHz 2 dBi

AMD-430

434-MHz-Antenne an 3 m Kabel für den LX-Sender, falls er in einer Blechhalle sitzt — sie bringt die Antenne vor die Metallwand.

Anzahl: optional

Katalogwerte beschreiben ein Gerät unter bestimmten Bedingungen, meist im offenen Gelände, und sind keine garantierte Reichweite in jeder Anlage. Die Gerätezahlen in den Beispielen sind Richtwerte.

04 / Nutzen für den Investor

Was bringt diese Lösung?

Alarm sofort, nicht beim Rundgang

Ein Lüftungsausfall ist bekannt, sobald der Klimacomputer ihn erkennt, nicht erst beim nächsten Rundgang — und im Stall zählen bei Hitze Minuten.

Zwei unabhängige Wege

GSM und LX-Funk hängen nicht voneinander ab: Ein stummes Telefon oder ein Mobilfunkausfall halten den Alarm im Haus nicht auf.

Kein Kabel zum Haus

Der Alarm legt die 800 m vom Stall zum Wohnhaus per Funk zurück — ohne Signalkabel über Felder und Hof.

05 / Vor der Umsetzung

Was ist bei einer ähnlichen Investition zu klären?

Vor der Geräteauswahl zählen die Bedingungen des Objekts und die Einbindung in die Zielanlage.

Zu prüfende Anforderungen

  • Der Alarmkontakt des Klimacomputers sollte auch bei dessen Stromausfall öffnen — dann melden beide Wege sowohl Störung als auch Stromausfall.
  • Zwei getrennte Alarmkontakte je Klimacomputer oder ein Koppelrelais — je einer für den GSM- und den Funkweg, damit beide unabhängig bleiben.
  • Mobilfunkempfang im Stallgebäude und eine Funkprobe vom Stall zum Wohnhaus; davon hängen die Außenantennen ab.
  • Wem der GSM-Sender eine SMS schicken und wen er anrufen soll und ob die Nachricht den Stall nennen soll — davon hängen seine Konfiguration und die Verdrahtung der Kontakte ab.
  • Das System leitet den Alarm weiter, den der Klimacomputer ausgibt; die im Tierstall vorgeschriebene Alarmanlage bleibt Sache dieses Computers.

Beispielkonfiguration — erfordert eine technische Auswahl für das Objekt.

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